Bergbau in
unserer Region
Panorama

           Inhaltverzeichnis            Home
 Es ist sicher lange her, und nicht schriftlich niedergelegt, wann ein Bauer
 auf seinem Feld beim Ackern oder Graben auf die erste Kohle gestoßen ist.
 Der erste gewerbsmäßige Abbau erfolgte in Ragewitz um das Jahr 1869
 durch einen Unternehmer namens Ulbricht. Die Kohle wurde mit
 Radekarren aus einem Tagebau unterhalb des jetztigen Steinschen Gutes
 in dessen Garten geholt.
 Der Abbau zog sich bis zur Papsdorfer Straße hin. Dort hat auch ein
 kleiner Förderturm gestanden, da die Kohle aus immer tieferen Löchern
 geholt werden mußte. Später erwarb ein Dr. Schippan diese Abbaustelle,
 und benannte diese Kohlengrube nach seiner ersten Tochter: "Aline".
 Einige Jahre später beendete er an dieser Stelle den Abbau.
 Nach mehreren Probebohrungen um Ragewitz herum begann er 1900
 nordöstlich vom Dorf erneut mit dem Kohlenabbau, diesmal im Tiefbau.
 Er täufte einen Schacht und errichtete einen hölzernen Förderturm.
 Diese Grube benannte er nach seiner zweiten Tochter: "Flora".
alte Ansicht Ragewitz
 Aber bereits nach 2 Jahren zerstörte ein Grubenbrand den Schacht mit
 Förderturm, 2 Bergleute kamen dabei ums Leben. 1902 wurde ein neuer,
 steinerner Förderschacht errichtet. ( im Bild Mitte ) Auf diesem Bild hat
 der Maler ein bißchen übertrieben, in dem kleinen Bildchen weiter unten
 sieht man wie der Förderschacht wirklich aussah.Es war ein massiver
 Klinkerbau mit gewölbten Blechdach.
 Diese Grube "Flora" und die 30 Jahre vorher erbaute Kirche haben
 seitdem die Ansicht von Ragewitz geprägt.
Grube Flora um 1920  Hier ein Foto
 um einiges
 vergrößert,
 so sah man den
 Fördeturm bis
 in die 60iger
 Jahre.
Einige Jahre später  Eine andere
 Ansicht,
 ebenfalls stark
 vergrößert.
 Diese Anzeige wurde im
 Adreßbuch
 von Grimma Jahrgang 1939
 veröffentlicht
Anzeige 1939
Das Grab des Begründers  Das Grab der Familie Schippan
 auf dem Friedhof in Ragewitz,
 um das sich niemand mehr kümmert.
 Auch nicht die Erben der "Villa",
 wie das Wohngebäude der Familie  Schippan hier genannt wird.
 Jetzt ist es verkauft und damit die  Hoffnung auf Erhalt ganz weg.
 Ja wenn das die Alten wüssten...

           Inhaltverzeichnis            Home