Pöhsig im 19.Jahrhundert
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Ein kleiner, leider unvollständiger Rückblick auf die Geschehnisse unseres Ortes
Bei den meisten Dörfern unserer Gegend ist es wohl das selbe, geschriebene Zeitdokumente aus grauer Vorzeit gibt es nicht. Mal hier und da ein Eintrag in einer Gerichtsakte, das wars dann schon. Und so ist es auch in Pöhsig und seinen Nachbarorten...
Anders sieht es schon ab dem 18. Jahrhundert aus. Da werden die Aufzeichnungen z.b. in den Kirchenbüchern immer häufiger. Auch beim Errichten und Erneuern von Kirchtürmen wurden in die Kugel am Turmende, dem sogenannten Knopfen, aktuelle Dokumente und Münzen eingebracht.
Als am 08. Oktober 1909 durch den Leisniger Schieferdeckermeister Robert Pöhlmann der Knopfen und das Kreuz der Ragewitzer Kirche abgenommen wurde, kamen einige interessante Zeitdokumente aus unserem Kirchspiel des 18. Jahrhundert zutage.
 
Auch bildliche Überlieferungen gibt es bis zum Ende des 19. Jahrhundert kaum. Die Fotografie
war zwar schon einige Jahre erfunden, aber erst mit dem wirtschaftlichen Aufschwung Anfang
der 30ger Jahre kam sie aufs Dorf. Diese beiden Fotos könnten um diese Zeit entstanden sein.
Es gab aber auch umherziehende Maler, die auf Wunsch den einen oder anderen Hof mit Pinsel
und Stift zu Papier brachten.
Das unten abgebildete Bild ist Röbers Gut in Pöhsig, gemalt 1856.
Das kleine, im Bild ganz links
abgebildete Gebäude ist das
im Jahre 1866 abgebrannte Gut vom Bauer Leithold.

 
Er baute seinen Hof  nicht wieder an die
 gleiche Stelle.
 Dadurch wurde Platz
 für die neue  Trassenführung
 der Dorfstraße. Diese  führte
damals,
 von Ragewitz
 kommend geradeaus  durch das heutige  Naumannsche Gut.
 Sie endete am
 Dorfplatz,  an dieser
 Stelle stand bis 2001  noch eine mächtige
 Kopfweide, die aber  dem Verfall  preisgegeben war,
 und beseitigt wurde.
 Unten im Bild der ehemalige Dorfgasthof vom Fischer Lob am Langgraben.
von dieser Weide gibt es kein Bild mehr   

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