Die Deditzer Höhe
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Der Weg von Pöhsig zum Kreuz

Wer heute die Anhöhe zwischen Deditz und Pöhsig überquert bemerkt sie kaum, nur Einheimische wissen, jetzt geht es über die Deditzhöhe.
Das dieser Weg schon vor mehr als 1000 Jahren ein vielbefahrener war, ist relativ unbekannt. Von einer Salzstraße haben schon mehr gehört. Wer also von Wurzen über Nitzschka und Nerchau nach Pöhsig fährt, nutzt diese uralte Route, die sogenannte "Böhmische Salzstraße". Sie führte über die "Deditzhöhe", durchquerte Groß- und Kleinpöhsig und hinauf ging es über das "Kreuz" nach Dürrweitzschen. Weiter in Richtung Ostrau und Polditz nach Wiesenthal, hier war eine Furt durch die Mulde.
Von hier führte der Weg unterhalb der Burg Mildenstein vorbei ins Erzgebirge bis nach Prag.
Bis auf die Flußübergänge hatten die Fuhrleute überall einen weiten Blick ins Land, was für die Sicherheit der Transporte wichtig war, waren doch die Fuhrleute mit ihrer wertvollen Fracht immer wieder Angriffsziel von allerlei Gesindel.

Aber bereits im 13. Jahrhundert verlor diese Route an Bedeutung...
In neuerer Zeit wurde dieser Weg allerdings wieder häufig benutzt, denn die kleinen Industriezentren in Nerchau, und Trebsen waren immer wieder Anlaufpunkt vieler Arbeitssuchenden. Und so überquerten täglich viele Arbeiter zu Fuß oder per Rad die Deditzhöhe.
Im Jahre 1873 wurde hier in Erinnerung an die Landvermessung eine rote Porphyrsäule gesetzt. Sie steht noch heute, wurde jedoch bei Arbeiten zur Errichtung des Sendemastes für den mobilen Rettungsdienst beschädigt.
Im Laufe des 2. Weltkrieges war auf der Deditzhöhe eine Funkeinheit der Wehrmacht stationiert,
es wurden 2 hölzerne Funkmasten und eine massive Unterkunft für die Soldaten errichtet. Die Masten wurden nach dem Krieg wieder entfernt, das Gebäude zu Wohnungen umgebaut.
Triangulierungsäule
Firmenstempel In dem Nebengebäude hat sich in den ersten Nachkriegsmonaten eine kleine Elektrofirma,
"Fritz Hensel & Sohn" niedergelassen. Hier der Eintrag in einem Arbeitsbuch.
 Funktürme auf der Deditzhöhe Auch für den Funkverkehr hat die Deditzhöhe ihre Wichtigkeit nicht verloren. Ein Stahlmast,
weithin sichtbar, gewährleistet eine sichere Verbindung verschiedener Rettungsdienste und des Mobilfunkbetreiber E-Plus.
Einmal im Jahr treffen sich Amateurfunker auf der Höhe und verbinden die schon immer wichtige "Deditzhöhe" mit der großen und der kleinen Welt, denn hier besteht Sichtkontakt zu der Relaisstation auf dem Colmberg.
 Linde auf der Deditzhöhe Die unter Naturschutz stehende Linde am Straßenrand direkt auf der Kuppe hat sicherlich schon einiges gesehen...
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